Die richtige Bügeltechnik mit einer Dampfbügelstation

Eine Dampfbügelstation bietet mit einer ausgereiften Technik die Möglichkeit, auch zu Hause mit professioneller Qualität zu bügeln. Auch stark verknitterte Gewebe verlieren mit einem solchen Gerät ihren Schrecken. Zusätzliche Features, wie der Vertikaldampf ermöglichen es auch, verschiedene Kleidungsstücke hängend aufzufrischen. Wenn man sich ein solches Gerät kauft, sollte man gleichzeitig auch die richtige Bügeltechnik erlernen, um die Dampfbügelstation optimal nutzen zu können. So kann alle Wäsche perfekt glatt werden und man spart dabei Zeit und Kraft.

Die richtige Technik zählt

Es ist wichtig, die richtige Technik zu wählen, wenn man optimale Resultate beim Bügeln mit der Dampfstation erzielen möchte. Auch das beste Gerät kann nicht perfekt bügeln, wenn man nicht dir entsprechende Arbeitsweise einsetzt. Ebenfalls sollte man auf eine gute Zeitplanung achten. Beim Bügeln sollte man sich Zeit lassen, um in Ruhe und ohne Hektik arbeiten zu können.

Die Arbeit des Bügelns beginnt bereits mit der richtigen Vorbereitung. Dazu gehört auch das Füllen des Wassertanks. Im Wasser aus der Leitung ist stets Kalk enthalten. Dieser kann der Bügelautomat schaden, da er sich in den Leitungen und im Tank absetzen kann. Deshalb wird oft destilliertes Wasser eingesetzt. Auch ist es möglich, Wasser aus einem Britta Filter zum bügeln zu benutzen.

Einige Geräte haben ein eigenes Entkalkungssystem und können unbesorgt mit Leitungswasser gefüllt werden. Darüber sollte man sich in der Bedienungsanleitung informieren. Dem Wasser sollten ebenfalls keine Duftstoffe oder andere Chemikalien beigesetzt werden, es sei den, dies ist in der Bedienungsanleitung ausdrücklich erlaubt.

Ebenfalls sollte man vor Beginn des Bügelns die Pflegeetiketten der Wäsche überprüfen. Daraus kann man erkennen, mit welcher Temperatur die einzelnen Teile gebügelt werden sollen. Es ist ebenfalls sinnvoll, die Wäsche vorzusortieren. So können Wäschestücke, die mit der gleichen Temperatur gebügelt werden, hintereinander gebügelt werden. Dabei sollte man mit den Stücken beginnen, die eine niedrige Temperatur benötigen und sich dann zu den höheren Temperaturen vorarbeiten.

Die Pflegeetiketten sind meistens durch Symbole gekennzeichnet. Ein durchgekreuztes Bügeleisen bedeutet, dass die Teile nicht gebügelt werden dürfen. Das Bügeleisen mit einem Punkt bedeute Bügeln bei niedriger Temperatur, während zwei oder drei Punkte im Bügeleisen höhere Bügeltemperaturen signalisieren.

Es ist ebenfalls wichtig, ein standfestes Bügelbrett zur Hand zu haben, das groß genug ist, um die Bügelstation zu halten und gelichzeitig ausreichend Platz zum Bügeln bietet. Die Oberfläche sollte glatt sein, so dass sich das Bügeln einfach gestaltet. Kennt man die Bügelstation noch nicht gut, so sollte man sich vorher kurz die Bedienungsanleitung durchlesen, um die wesentlichen Funktionen des Gerätes zu erkunden. Ist alles vorbereitet, so kann man mit dem Bügeln beginnen.

Die ersten Schritte beim Bügeln

Unabhängig von der Dampfbügelstation, die man besitzt, gestalten sich die ersten Schritte beim Bügeln immer ähnlich. So beginnt man mit der Arbeit:

  • Wassertank füllen
  • Dampfregler auf null stellen
  • Nach Ausschalten der Kontrollleuchte Dampfleistung einstellen
  • Tritt Wasserdampf in waagerechter Halteposition aus, beginnt man mit dem Bügeln

Generelle Tipps zum Bügeln

Oft hat man Wäschestücke, die kein Pflegetikett mehr haben. Es ist jedoch relativ leicht, die richtige Temperatur mit ein paar Faustregeln zu bestimmen. Stoffe wie Baumwolle und Leinen sollten auf höchsten Temperaturen gebügelt werden, damit Knitterfalten effektiv entfernt werden können. Kunstfasern sind hingegen empfindlich und können bei hohen Temperaturen beschädigt werden. Daher sollten sie stets auf einer niedrigen Temperatureinstellung gebügelt werden.

Glanzeffekte oder Bügelspurten können besonders bei dunkler Kleidung leicht entstehen. Diese können jedoch vermieden werden, wenn man solche Kleidungsstücke von der linken Seite bügelt.

Stark verknitterte Wäsche kann mit der Dampfbügelstation auf einfache Weise geglättet werden. Dazu sind die meisten Geräte mit einer Dampfstoßfunktion ausgestattet. Dabei kann kurzfristig eine höhere Dampfmenge erzielt werden, die das Gewebe gründlich und tief durchfeuchtet. Die Fasern des Gewebes stellen sich auf und können leicht geglättet werden.

Beim Bügeln ist man meistens über einen längeren Zeitraum beschäftigt. Darum sollte man sich das Bügeln auch möglichst bequem gestalten. Bügelt man mit gebeugtem Rücken, so kommt es schnell zu Rückenschmerzen und man ermüdet auch schnell. Deshalb empfiehlt es sich, das Bügelbrett so einzustellen, dass sich die Bügelfläche etwa auf Hüfthöhe befindet.

Schwer zu bügelnde Kleidungsstücke – so gehts

Hemden und Blusen, die ins Büro getragen werden, sollen stets besonders perfekt gebügelt sein. Deshalb folgt man am besten einer bewährten Reihenfolge beim Bügeln. Dabei wird zunächst am Kragen begonnen, der auch unter dem Sakko sichtbar ist. Zuerst wird die Innenseite gebügelt. Es wird dabei von der Kragenspitze zur Mitte gebügelt, zunächst von einer Seite und dann von der anderen. Schließlich kappt man den Kragen um und Bügelt noch einmal darüber. Trotz hohem Druck bei der Dampfbügelstation sieht der Kragen wesentlich adretter aus, wenn man ihn von beiden Seiten bügelt.

Als nächstes wird die Schulterpartie gebügelt. Diese wird auf der Außenseite gebügelt. Die Spitze des Handstücks kann dabei helfen auch an schwer zugängliche Stellen zu gelangen. Bei den Ärmeln beginnt man am besten zunächst mit den Manschetten, wobei man mit der Spitze des Handstücks vorsichtig um die Knöpfe bügelt. Mit der Dampfbügelstation brauchen die Ärmel in der Regel nur von einer Seite gebügelt zu werden. Dazu legt man sie quer über das Bügelbrett und streicht sie zunächst mit der Hand glatt, um zu vermeiden, dass sich auf der Rückseite Falten bilden.

Als letztes wird der Korpus gebügelt. Man beginnt mit der Bauchseite, wo auf jeder Seite von der Knopfleiste zur Seitennaht gebügelt wird. Schließlich wird der Rücken gebügelt Man beginnt in der Mitte und bügelt zur Seitennaht.

Hosen werden stets vom Bund aus gebügelt. Dabei glättet man zunächst die Taschen und dann den Bund. Mit einer Dampfbügelstation brauchen die meisten Hosenbeine nur von einer Seite gebügelt werden. Der starke Dampfdruck durchfeuchtet beide Seiten, so dass kleiner Falten in einem Durchgang entfernt werden können. Hosen ohne Bügelfalte werden mit der Innennaht nach innen und der Außennaht nach außen längs auf das Bügelbrett gelegt, so dass die Fläche zwischen den Nähten geglättet werden kann.

Bei Hosen mit Bügelfalte verfährt man ähnlich, nur dass die Orientation nicht die Naht, sondern die Bügelfalte bildet. Es gilt darauf zu achten, die Hose genau entlang der vorhandenen Bügelfalte zu falten, so dass beim Bügeln keine doppelte Falte entsteht.

Vertikaldampf bei der Dampfbügelstation nutzen

Die meisten guten Dampfbügelstationen sind mit Vertikaldampf ausgestattet. Diese Option ist sehr praktisch und leicht anzuwenden. Sie dient dazu, Kleidungsstücke mit Dampf aufzufrischen, während sie auf einem Kleiderbügel hängen. Diese Technik kann man ausgezeichnet bei Anzügen oder Mänteln einsetzen, die in Minutenschnelle glatt und gepflegt aussehen. Auch bei Gardienen, die auf der Stange hängen, bewährt sich diese Methode.

Es gilt dabei, den Dampf auf der höchsten Stufe zu benutzen und außerdem einen ausreichenden Abstand von den Kleidungsstücken zu halten. Sonst kann es nämlich zu Wasserflecken auf empfindlichem Stoff kommen. Die Vertikaldampf Funktion kann auch dann eingesetzt werden, wenn es einmal schnell gehen soll und man nicht erst das Bügelbrett aufstellen möchte, um ein bestimmtes Kleidungsstück zu bügeln.

So angenehm gestaltet sich das Bügeln mit der Dampfbügelstation

Mit einer Dampfbügelstation verliert das Bügeln für viele Anwender seinen Schrecken. Das liegt zunächst einmal daran, dass man mit dieser effizienten Technologie viel Zeit sparen kann. Die meisten Teile brauchen nur von einer Seite gebügelt werden und können trotzdem perfekt geglättet werden. Viele Anwender sprechen von einer Zeitersparnis bis zu 50 Prozent gegenüber der herkömmlichen Bügelmethode.

Der Wasserdampf wird in einer Dampfbügelstation mit hohem Druck erzeugt, so dass er tief in die Fasern eindringen kann. Die Feuchtigkeit richtet die Fasern auf, so dass sich jedes Gewebe leicht glätten lässt. Bei der Dampfbügelstation befindet sich der Wassertank in der Basis Station. Ein solcher Tank verfügt über ein recht großes Volumen, so dass man ihn zu Beginn auffüllen und oftmals bis zu zwei Stunden bügeln kann, ohne Wasser nachfüllen zu müssen. Auch dadurch kommt eine Zeitersparnis zustande.

Darüber hinaus ist das Handteil der meisten Bügelstationen wunderbar leicht. Die meisten der modernen Bügelsohlen sind hoch gleitfähig, so dass sie ganz leicht über das Gewebe geführt werden können. Wer es gewöhnt ist, mit einem schweren Bügeleisen mit poröser Sohle zu bügeln, wird von diesen praktischen Handstücken begeistert sein und seine Technik beim Bügeln nur allzu gerne umstellen. Krafteinsatz ist bei der Dampfbügelstation nicht mehr erforderlich, so dass Arme und Rücken geschont werden.

Selbst wer sich nicht als Experte beim Bügeln betrachtet, kann mit einer Dampfbügelstation ausgezeichnete Resultate erzielen. Selbst stark verknitterte Stoffe lassen sich durch die kraftvolle Dampfwirkung im Handumdrehen glätten. Nicht zuletzt schont die Dampfbügelstation auch die Kleidung. Die hauptsächliche Arbeit wird vom Dampf übernommen, so dass die Bügelsohle weniger heiß eingestellt werden kann.

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  • 1. September 2018
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