Welche Arten Wäschetrockner gibt es?

Wäschetrockner sind praktische Haushaltshelfer, mit denen man Wäsche witterungsunabhängig trocknen kann. Auch für kleinere Wohnungen ohne Balkon oder andere Möglichkeit, die Wäsche im Freuen zu trocknen, sind Wäschetrockner ausgezeichnet geeignet. Wenn man sich entscheidet, ein solches Gerät anzuschaffen, stellt man schnell fest, dass es auf dem Markt ein großes Angebot verschiedener Modelle gibt. Daher ist es sinnvoll, vor dem Kauf einmal die unterschiedlichen Arten von Wäschetrocknern kennenzulernen, um das beste Modell für den eigenen Haushalt zu finden.

Welche Arten von Wäschetrockner gibt es?

Je nach Wäschetrockner Art gibt es entsprechende Vorteile

Wäsche mit moderner Technologie trocknen

Die Technologie für Haushaltsgeräte wird ständig verbessert und es kommen auch immer wieder neue Wäschetrockner auf den Markt, die auf unterschiedliche Weise funktionieren. Während heute die meisten Trockner die Wäsche schonend und effizient trocknen, so haben die unterschiedlichen Gerätearten jeweils verschiedene Vor- und Nachteile. Einige Geräte sind besonders energiesparend, während sich andere Wäschetrockner durch besonders schnelles Trocknen auszeichnen. Bei einem Vergleich lässt sich schnell das richtige Gerät finden. Zur Auswahl stehen unter anderem:

  • Kondensationstrockner
  • Abluftrockner
  • Wärmepumpentrockner
  • Gasbeheizter Trockner
  • Waschtrockner

Ablufttrockner – erste Generation der Wäschetrockner

Der Ablufttrockner gehört zu den ersten Modellen von Wäschetrocknern, die entwickelt wurden. Wie der Name schon vermuten lässt, wird bei einem solchen Trockner die heiße Luft nach außen abgeleitet. Die Wäsche befindet sich in einer rotierenden Trommel und wird dabei von warmer Luft durchströmt, von der sie getrocknet wird. Die warme, feuchte Trockenluft, die dabei entsteht, wird durch einen Schlauch nach draußen geleitet. Daher muss der Ablufttrockner stets an einer Außenwand stehen, so dass man den Schlauch entweder durch ein Fenster oder eine Öffnung in der Wand verlegen kann.

Die Notwendigkeit, eine Vorrichtung für die Abluft zu schaffen, ist ein großer Nachteil dieser Geräte. Ein solcher Trockner kann nicht überall aufgestellt werden und durch die Öffnung für den Abluftschlauch kann auch Heizwärme entweichen. Ein großer Vorteil hingegen ist der niedrige Anschaffungspreis. Man kann leistungsfähige Geräte mit zahlreichen Extras schon für einen günstigen Preis erhalten und sich den Luxus eines Wäschetrockners schnell leisten.

Der Kondensationstrockner : Technologie ohne Abluft

Der Kondensationstrockner ist eine Weiterentwicklung des Ablufttrockners. Bei der Entwicklung dieses Geräts war man bestrebt, den Nachtteil der Abluft zu lösen. Somit wird bei einem Kondensationstrockner die Luft kondensiert und nicht nach außen abgeleitet. Das entstehende Kondenswasser wird in einem speziellen Behälter aufgefangen. So kann dieser Trockner an jeder beliebigen Stelle im Haus aufgestellt werden.

Wie auch die Ablufttrockner gibt es viele Kondenswäschetrockner, die einen relativ hohen Stromverbrauch aufweisen. Deshalb ist es ratsam, schon beim Kauf darauf zu achten, dass man ein Gerät in einer hohen Energieeffizienzklasse wählt. Auch einige Maßnahmen, auf die man beim Gebrauch achten sollte, können zum Stromsparen beitragen. Dazu gehören beispielsweise ein gründliches Schleudern der Wäsche in der Waschmaschine und ein optimales Ausnutzen der richtigen Ladung für die Trommelgröße.

Der Wärmepumpentrocker – ideal zum Energiesparen

Wer einen Wäschetrockner zu Hause einsetzen möchte, ohne dabei die Stromrechnung allzu stark zu belasten, sollte sich für einen modernen Wärmepumpentrockner entscheiden. Diese Geräte funktionieren mit einer neu entwickelten Technologie, bei der zunächst warme, trockene Luft in die Trommel mit der nassen Wäsche geleitet wird.

Ein spezielles Kühlmittel bewirkt, dass die Luft im Wärmeaustauscher abkühlt und dabei die Feuchtigkeit abgibt. Die Wärmeenergie wird gespeichert und dazu benutzt, die Luft wieder zu erwärmen, bevor sie erneut in die Trommel geleitet wird. Das Kondenswasser fliest in einen Behälter und muss von dort regelmäßig entleert werden. Diese Wärmepumpe verbraucht wesentlich weniger Energie als ein herkömmlicher Heizstab, der in der Regel beim konventionellen Wäschetrockner zum Einsatz kommt.

Ein Wärmepumpentrockner ist energiesparend, umweltfreundlich und leicht zu bedienen. Außerdem braucht er keine Frischluftzufuhr und kann überall im Haus aufgestellt werden. Zu den Nachteilen dieser Geräte gehört eine höhere Geräuschentwicklung, eine längerer Trockenzeit und meistens auch ein höherer Anschaffungspreis. Dieser kann sich durch die Energieersparnis jedoch schnell amortisieren.

Schnell und preiswert trocknen mit dem Gas Wäschetrockner

Weniger üblich sind in Deutschland solche Wäschetrockner, die mit Gas betrieben Wäschetrockner. Auch diese Geräte weisen einige wichtige Vorteile auf. Sie können mit Erdgas betrieben werden und weisen gegenüber Abluft- oder Kondensationstrocknern ein hohe Energieersparnis auf. Auch ist die Trockenzeit gering.

Man kann der Trockner mit einem flexiblen Schlauch an die Gasleitung anschließen. Strom wird lediglich für die Zündung, die Lüftung und die Elektronik zum Überwachen des Trockenvorgangs benötigt. Ähnlich wie auch beim Ablufttockner muss jedoch auch bei einem solchen Trockner die Abluft ins Freie geleitet werden. Daher sollte auch ein gasbetriebener Wäschetrockner an einer Außenwand aufgestellt werden.

Der Waschtrockner – optimale Lösung für den kleinen Haushalt

In einem kleinen Haushalt fehlt es oft an Platz, um zwei Großgeräte wie einen Wäschetrockner und eine Waschmaschine aufzustellen. In solchen Fällen kann ein Waschtrockner eine praktische Lösung sein, da er beide Geräte in sich vereint.

Bei einem solchen Gerät kann man genauso waschen, wie auch in einer herkömmlichen Waschmaschine. Die Trockenfunktion ist meistens nach dem Prinzip des Kondensationstrockners gestaltet. Bei einigen modernen Geräten wird die Trockenfunktion jedoch auch schon als Wärmepumpentrockner angeboten.

Das sollte man beim Kauf beachten

Wenn man einen Wäschetrockner kaufen möchte, gibt es einige Gesichtspunkte, die man bedenken sollte, unabhängig davon, für welche Art des Trockners man sich entscheidet. Oft bestimmt schon der Aufstellungsort die Art des Trockners der gewählt werden sollte. Möchte man den Trockner beispielsweise in einem Raum ohne Außenwand aufstellen, so ist ein Ablufttrockner nicht empfehlenswert.

Es ist empfehlenswert, das Fassungsvermögen des Trockners auf das der Waschmaschine abzustimmen, so dass eine Ladung Wäsche auch komplett getrocknet werden kann. Dabei gilt zu beachten, dass sich bei der Waschmaschine die Angabe der Kapazität in Kilogramm auf trockene Wäsche bezieht, während beim Trockner nasse Wäsche gemeint ist, die bekanntlich schwerer ist. Daher sollte der Trockner auch mit einer höheren Kapazität gewählt werden, als die Waschmaschine.

Es ist sinnvoll, die Größe von Trockner und Waschmaschine den Anforderungen des eigenen Haushalts anzupassen. Ein Trockner ist effizienter im Einsatz, wenn man eine optimale Füllung für die Trommel hat. Darum sind kleinere Geräte für den Ein- oder Zweipersonenhaushalt auch besser geeignet.

Beim Kauf lohnt es sich, immer zunächst einmal auf das EU Label mit der Energieeffizienzklasse zu achten. Heute gibt es eine ganze Reihe von Trocknern, die in der Klasse “A” eingestuft sind. Solche Geräte verbrauchen weniger Strom und sind daher sparsamer. Wählt man einen Wärmepumpentropckner, der in der Anschaffung meist teurer ist, sollt man auf eine Energieklasse von “A++” oder “A+++” Wert legen.

Perfekt getrocknete Wäsche aus dem modernen Wäschetrockner

Entscheidet man sich für einen modernen Wäschetrockner, so bietet das Gerät verschiedene Programme und Trocknungsgrade, die es erlauben, die Wäsche schonend zu trocknen.

Mit der richtigen Programmauswahl kann man die Energiekosten gering halten. Eine Ladung Blusen braucht beispielsweise weniger Strom, um trocken zu werden, als eine Ladung Handtücher. Das richtige Programm trägt jedoch auch dazu bei, dass jedes Gewebe so schonend wie möglich getrocknet wird. Daher können heute auch empfindliche teile, wie beispielsweise Wollpullover oder Seidenblusen in den Trockner gegeben werden.

Viele Trockner verfügen heute auch über einen Knitterschutz. Bei dieser Funktion wird die Wäsche in regelmäßigen Abständen im Trockner bewegt, nachdem das Programm abgelaufen ist. So kann man vermeiden, dass die Wäsche im Trockner knittert, wenn man sie nicht sofort nach Ablauf des Programms entnehmen kann.

Viele modern Trockner haben sogar spezielle Programme für Artikel wie Daunen, so dass man auch Artikel wie Kissen oder daunengefüllte Jacken ausgezeichnet trocknen kann, ohne dass diese verklumpen. Durch die Wahl des entsprechenden Programms kann man auch vermeiden, dass empfindliche Artikel durch zu große Wärme einlaufen.

Bei den meisten geräten kann auch der Trocknungsgrad eingestellt werden. Dabei wird meistens zwischen bügeltrocken und schranktrocken unterschieden. Bei der bügeltrockenen Wäsche ist noch eine Restfeuchte vorhanden, die das Bügeln erleichtert, wenn man die Wäsche sofort nach dem Trocknen bügelt, Schranktrockene Wäsche hingegen kann sofort zusammengelegt und aufgeräumt werden.

Fazit

Wäschetrockner sind heute in vielen Ausführungen erhältlich und unterscheiden sich in der Technik wesentlich voneinander. Ablufttrockner und Kondensationstrockner sind auch heute noch relativ hoch im Energieverbrauch, während die modernen Wärmepumpentrockner meistens erstaunlich wenig Strom verbrauchen. Vereinzelt kann man auch Trockner erhalten, die mit Gas beheizt werden.

Moderne Trockner bieten heute viele Alternativen, um Wäsche schonend zu trocknen und sind somit fast für die gesamte Wäsche geeignet. Selbst empfindliche Gewebe wie Wolle können in modernen Geräten getrocknet werden, ohne zu verfilzen. Eine Einstellung des Trockengrads ist bei vielen Trocknern ebenfalls möglich.

Bei dem großen und vielseitigen Angebot kann man für jeden Haushalt genau den richtigen Trockner finden. Bei der Entscheidung für einen Wärmepumpentrockner braucht man sich auch nicht um allzu hohe Stromkosten zu sorgen, so dass man sich den Luxus eines Wäschetrockners durchaus leisten kann.

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  • 17. August 2018
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