Wäsche trocknen im Winter

In der dunklen Jahreszeit ist es kalt und feucht und man möchte seine Wäsche nicht draußen aufhängen. Nachher frieren die Hemden noch ein. Doch wie bekommt man seine Wäsche im Winter dann trocken?

Richtig schleudern

Wird die Wäsche gut geschleudert, ist sie schneller trocken. Wer beim Wäschetrocknen Zeit sparen möchte, der sollte immer darauf achten, mindestens zwei Schleudergänge bei einer sehr hohen Umdrehungszahl einzustellen. Je weniger Wasser sich in der Kleidung befindet, desto schneller trocknet sie. Auch schlechten Gerüchen und muffiger Wäsche kann man so vorbeugen. Die Wäsche immer gut schleudern und sofort danach aus der Waschmaschine holen, so dass sich Stocknässe gar nicht erst bildet und auch unangenehme Gerüche keine Chance haben.

Viele Schonprogramme schleudern die Wäsche nicht gründlich, damit sie knitterfrei auf der Leine trocknet. Wer seine empfindliche Wäsche in einem solchen Programm wäscht, der sollte einfach einen extra Schleudergang am Ende einlegen. Wenn man dann die Wäsche 1-3 Stunden aufhängt oder für 5- 10 Minuten in den Trockner gibt, ist sie schranktrocken. Hemden und etwa Bettwäsche kann man auch etwas feucht bügeln und das Problem damit schnell und effektiv lösen.

Wäschetrockner kaufen

Wäschetrockner mit Wärmepumpte für den Winter

Ein Trockner ist das ganze Jahr über hilfreich

Die einfachste Lösung ist ein elektrische Wäschetrockner. Die Nachteile dieser Geräte sind der relativ hohe Anschaffungspreis, der hohe Stromverbrauch und der Effekt, den elektrisches Trocknen auf empfindliche Kleidung haben kann. Doch besonders für Familien mit Kindern oder kleinen Wohnungen kann ein Wäschetrockner viel Zeit und Nerven sparen. Es gibt Abluft- und Kondenstrockner und Wärmepumpentrockner.

Ein Ablufttrockner braucht eine entsprechende Abluft-Vorrichtung, welche die feuchte Abluft durch das Fenster nach draußen leitet. Wer sich das ersparen möchte, ist mit einem Kondenstrockner, der das Wasser in einem Behälter im Trockner sammelt, besser bedient. Diese Geräte können ohne Vorrichtung in Betrieb genommen werden. Auch bei einem Kondenstrockner tritt feuchte Luft beim Trocknen nach draußen. Lüften sollte man danach also dennoch, sonst wird es feucht in der Wohnung. Ein Wäschetrockner ist sehr praktisch und die Wäsche riecht besonders gut, wenn sie warm und trocken aus dem Gerät kommt.

Wärmepumpentrockner stellen die in der Anschaffung teuersten, aber auch modernsten und nachhaltigsten Geräte dieser Art dar. Wir haben für euch die besten Wärmepumpentrockner einem ausführlichen Test unterzogen. Ihr könnt euch bei uns ein Bild von den besonderen merkmalen dieser Trockner machen und selbst entscheiden, ob es sich für euren Haushalt lohnt.

Kleiderschonung im Wäschetrockner

Kleidung die laut Etikett empfindlich und nicht trocknergeeignet ist, sollte man natürlich an der Luft trocknen lassen, obwohl es bei den modernen Wäschetrocknern immer auch Schonprogramme gibt. Das ist jedem selbst überlassen, ob die Seidenbluse in den Trockner gehört, oder nicht. Auch andere Kleidung, etwa Herrenhemden, kann durch regelmäßiges Trocknen im Wäschetrockner und die dementsprechende Reibung etwas schneller verschleißen.

Es ist hilfreich, die Kleidung auf links zu drehen, beziehungsweise zuzuknöpfen und ein Wäschesäckchen zu verwenden. Sie muß auch nicht knochentrocken werden, besonders wenn man danach bügelt. Baumwollkleidung wie Sweatshirts, T-Shirts, Polos sind ideal für den Trockner. Auch hier braucht man aber nicht ganz durchtrocknen, schranktrocken ist meistens mehr als ausreichend und schont das Gewebe. Besonders Kleidung, die man auf einen Bügel hängt, kann noch ein klein wenig Feuchtigkeit in sich tragen.

Der altbewährte Wäscheständer

Wäsche getrocknet Leine

Trockene Wäsche kann man auch im Winter haben

Am einfachsten und günstigsten ist immer noch der klassische Wäscheständer. Wer keinen Keller oder Dachboden mit einer Wäscheleine hat, der kann sich ganz einfach einen klappbaren Wäscheständer aufstellen und die Wäsche in der Wohnung trocknen. Am besten stellt man ihn an einem Ort in der Wohnung auf, wo er möglichst nicht im Weg steht, oder mit Gerüchen in Kontakt kommt. Das Schlafzimmer oder ein Gästezimmer sind daher ideal. Die Küche sollte unbedingt gemieden werden, außer man steht auf Gemüsegeruch im Jackett. Wer sein Schlafzimmer normalerweise nicht heizt, der sollte eine Ausnahme machen, denn ohne Heizung wird die Wäsche nicht trocken und der Raum wird feucht und kalt.

Für ganz Eilige gibt es den Trick mit dem Ventilator. Einfach den Ventilator vor den Wäscheständer setzen. Die extra Luftbewegung imitiert den Wind und trocknet die Wäsche in Rekordzeit.

Noch ein kleiner Tipp: Wäscheklammern aus Holz sind wesentlich stabiler und langlebiger als Klammern aus Plastik. Man sollte sie aber immer luftig aufbewahren. Wenn das Holz feucht bleibt, kann es anfangen zu modern und das möchte ja niemand.

Heizen und Stoßlüften gegen Schimmelgefahr

Wird die feuchte Wäsche in beheizten Wohnräumen getrocknet, nimmt die warme Wohnungsluft das verdunstete Wasser auf und die Luftfeuchtigkeit steigt. Auf kalten Flächen, etwa Fenstern und Balkontüren, kondensiert sie wieder. Die entstandenen Wassertropfen können zu Schimmel führen. Daher sollte man darauf achten, immer wieder zu lüften.

Das Stoßlüften hat sich bewährt, also das Fenster nicht über lange Zeit ankippen, sondern mindestens 10 Minuten vollständig öffnen. Für eine bessere Energiebilanz nicht vergessen, dabei die Heizung abzudrehen. Am besten ist es, Durchzug zu erzeugen, indem man in dem gegenüberliegenden Raum ebenfalls kurz das Fenster öffnet.

Sublimation: Wäsche trocknen im Freien auch bei Frost

Viele sind der Meinung, dass man seine Wäsche nur im Sommer an der frischen Luft trocknen kann. Doch weit gefehlt. Unter den richtigen Bedingungen haben bereits Generationen ihre Wäsche auch in klirrender Kälte im Freien trocken bekommen. Am besten legt man an einem sehr kalten, aber sonnigen und trockenen Tag seinen Waschtag ein, denn bei zu feuchtem Klima wird das mit dem Trocknen nichts. Doch selbst im Winter gibt es ja schöne Tage mit blauem Himmel und Sonne. Wenn nun noch ein leichter Wind weht, dann ran an die Wäsche.

Dank der sogenannten Sublimation trocknet die Wäsche wie durch Geisterhand. Man wäscht und schleudert sie ganz normal und hängt die feuchte Wäsche dann auf die Leine. Das Wasser in der Wäsche gefriert und sie wird sehr steif und hart. Danach geht es vom gefrorenen Aggregatzustand sofort in den gasförmigen über und verdunstet.

So kann man im Winter seine Wäsche unter den oben genannten Wetterbedingungen einfach im Garten oder auf dem Balkon trocknen und schön frisch riechende Wäsche genießen.

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  • 8. Dezember 2016
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